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23.10.2010, 15:00 Uhr
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Festakt des 60-jährigen Bestehens der CDU in Goslar Die CDU feiert ihren Geburtstag in ihrer Gründungsstadt
Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel sieht die CDU nach wie vor fest in der Mitte der deutschen Gesellschaft verankert. Als „Volkspartei der Mitte“ hätten die Christdemokraten von Beginn an für Friede, Freiheit und Wohlstand gestritten und stets auch den Mut zu unpopulären Entscheidungen bewiesen.
„Mitte ist eine Haltung, die Gegensätze überwindet“, sagte Merkel am Samstag bei einem Festakt vor 650 geladenen Gästen, die das 60-jährige Bestehen am Geburtsort der CDU feierten. Die Christdemokraten hatten während ihres Gründungsparteitages vom 20. bis 22. Oktober 1950 im Goslarer Odeon-Theater den Schulterschluss auf Bundesebene vollzogen und Kanzler Konrad Adenauer zum ersten Vorsitzenden gewählt.
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| Ulf Thiele, Rudi Götz, Frank Oesterhelweg, David McAllister, Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Hermann Gröhe und Gudrun Pfeiffer |
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Goslar - An die Schwierigkeiten und Überzeugungen, die Herausforderungen und Ideale der Männer und Frauen der ersten CDU-Stunden nach dem Krieg erinnerte Merkel im Odeon diverse Male in einer Rede, mit der sie in erster Linie die Seele der Partei streichelte. Allerdings forderte sie von den Christdemokraten von heute auch den Mut der Gründergeneration zu unpopulären Entscheidungen ein, wenn sie dem Wohl des Volkes dienten: „Wir wurden gewählt, um zu handeln.“
Und ein bisschen Stolz durfte auch sein: „Dort, wo wir regieren, geht es den Menschen besser.“
Merkel erntete – wenn auch mit leichter Verzögerung – ebenso stehende Ovationen wie der 89-jährige Zeitzeuge Günter-Helge Strickstrack. Der erste Vorsitzende der Jungen Union Niedersachsens sorgte mit Anekdoten über Spaziergänge mit Adenauer im Goslar von 1950 und über dessen späteren Kanzler-Nachfolger sowie Zigarren-Liebhaber Ludwig Erhard für die humoristischen Spitzen und wurde am Ende sogar eine „politische Liebeserklärung“ an Merkel los.
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister stärkte seiner Bundesvorsitzenden ebenfalls den Rücken. Bei Energie-, Finanz- und Sicherheitspolitik müsse die „CDU weiterhin klare Kante zeigen und mit dem Geist von Goslar mutig für die Menschen im Land entscheiden.“ Neben Merkel und McAllister waren auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sowie die beiden Landesministerinnen Johanna Wanka (Wissenschaft) und Aygül Özkan (Soziales) nach Goslar gekommen.
Bei den Christdemokraten aus der Region kam der Festakt fürs Herz gut an: „Eine tolle Veranstaltung, man darf Politik nicht immer nur für den Verstand machen, sondern muss die Menschen auch emotional mitnehmen“, sagte der Werlaburgdorfer Frank Oesterhelweg, Vorsitzender des Landesverbands Braunschweig. Der Seesener Rudolf Götz, Chef des Goslarer Kreisverbandes, nannte es eine „sehr gute Entscheidung, den Festakt in Goslar und nicht in Berlin abzuhalten“. Gerade an historischen Orten würden den Menschen die Werte am besten vermittelt. Und: „In Goslar liegen die Wurzeln der Union.“
31.10.2010, 15:11 Uhr |
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